FAQ’s zum Rühren & Sieden – Folge 1

FAQ’s zum Rühren & Sieden

Folge 1: Warum Naturkosmetik selbst herstellen?

Unverträglichkeiten, Allergien, Neurodermitis, Schuppenflechte, Akne, unreine Hautzustände, Couperose, POD, … eine Haut kann sehr sensibel sein und ist immer ein einzigartiges, lebenswichtiges Organ. Um völlig unabhängig von der Werbeindustrie zu sein und vollkommen individuell auf mein persönliches Hautbild eingehen zu können, stelle ich Naturkosmetik in Eigenregie her. Dabei wähle ich die gleichen Herstellungsmethoden wie die großen Naturkosmetikhersteller, nur in kleinerem Maßstab. Ich besitze eine Art Mini-Labor und verfüge über Laborrührer (eine IKA RW 20 sowie einen Unguator), mit denen ich hochtourig arbeiten kann. Dies ermöglicht mir einen geringen Einsatz von Emulgatoren und erzeugt feindisperse Emulsionen, die denen der großen Hersteller in keiner Weise nachstehen. Wir verwenden die gleichen naturkosmetisch zertifizierten Rohstoffe und setzen auf die Kraft der ätherischen Öle. Einziger Unterschied: meine Emulsionen haben eine geringere Haltbarkeit, da ich nicht unter reinen Laborbedingungen arbeiten kann. Das ist der Grund, warum meine wasserbetonten Produkte innerhalb von drei Monaten aufgebraucht werden sollen. Dennoch verwende ich, wie alle Hersteller, eck-zertifizierte Konservierungsmittel, fülle in luftdichte Airless-Spender ab und arbeite äußerst sorgfältig und hygienisch. Es wird sterilisiert und desinfiziert, wie sich das gehört!

Stellt man seine Kosmetik fachkundig und sorgfältig selbst her, kann man also auf die Bedürfnisse seiner Haut sehr individuell eingehen und jederzeit anpassen, sobald sich das Hautbild verändert. Man weiß genau, welche Inhaltsstoffe enthalten sind, man kann durch kleine Testchargen herausfinden, welche Rohstoffe man nicht verträgt. In meinem Fall kann ich auf die unterschiedlichen Bedürfnisse meiner Gesichtshaut individuell eingehen. Meine Wangen dürsten nach Feuchtigkeit, meine Stirn produziert hingegen übermäßig viel Sebum. Kurzum, eine klassische Mischhaut. Im Sommer benötigt diese Haut kaum Fett, aber viel Feuchtigkeit. Im Winter darf es etwas reichhaltiger sein. Ich setze auf Hydratisierer und native Pflanzenöle, moderne naturkosmetisch konforme Rohstoffe, kontinuierliche Weiterbildung und äußerst hygienisches Arbeiten. Dabei stehe ich in einem kontinuierlichen Lernprozess, muss mich z.B. mit den Grundlagen der Chemie und Hautphysiologie oder Pflanzenheilkunde intensiv auseinandersetzen. Denn nur, wenn ich verstehe, was ich tue, kann ich wirklich erfolgreich in meinem Handeln sein. Wie ist die Haut aufgebaut, welche Stoffwechselprozesse finden in ihr statt, was ist ein Tensid und wie funktioniert es auf unserer Haut? Welche Pflanze kann gegen Entzündungen wirksam sein, welche bei Verbrennungen lindern … Lesen, lernen, sich wissenschaftlich mit der Materie auseinandersetzen – das ist für die Qualität und Wirksamkeit der eigenen Produkte unerlässlich. Und was sonst noch? Es bereitet so viel Freude, macht einfach riesig Spaß! 😉

In den nächsten Folgen:

  • Warum lieber handgesiedete Pflanzenöl- statt Industrieseife verwenden?
  • „Ohne“ ist das neue „Mit“ – warum „ohne Konservierer“ und „ohne Emulgatoren“ doch „mit“ sind?
  • Sprechen Sie eigentlich INCI?

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